Dezember 13

Frag h+ #7: Welcher Laufschuh passt zu mir?

Ausdauertraining

0  comments

Frag h+ Episode #7: Welcher Laufschuh passt zu mir?

Weiche Sohle, harte Sohle? Asics, Adidas, Nike, was zum Teufel? Besser teuer oder billig? Beim Laufschuhkauf stellt man sich oft viele Fragen. Weil leider viele Laufschuhberater nicht die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse parat haben, helfen wir Dir heute bei der Wahl des richtigen Laufschuhs. Soviel vorne weg: Es ist ganz einfach, den richtigen Schuh für sich zu finden!

Um den Hintergrund zu verstehen solltest Du zuerst einige Begrifflichkeiten kennen lernen:

  • Eigenfrequenz: Unser Körper und auch der Laufschuh haben jeweils eine Eigenfrequenz, das heißt dass die Gegenstände/der Körper eigene Schwingungen haben.

Sagen wir zum Beispiel, Deine Muskeln haben eine Eigenfrequenz von 20Hz. Trägst Du nun einen Laufschuh mit einer Eigenfrequenz von 18Hz, so liegen Eigenfrequenz (Frequenz des Muskels) und Fremdfrequenz (Frequenz des Laufschuhs) ziemlich dicht beisammen. 

Diese Situation gefällt unserem Körper gar nicht, er mag es nämlich lieber, wenn die Eigen-und Fremdfrequenzen weiter auseinander liegen.

Da sich die Fremdfrequenz (Frequenz des Laufschuhs) nicht ändern lässt, außer man würde die Materialien bzw. die Form des Schuhs verändern, hat der Körper nur die Möglichkeit die Differenz zu erhöhen indem er seine Eigenfrequenz verändert.

Sprich: Die Muskelspannung ändert sich. Die Folge: Erhöhter Sauerstoffverbrauch im Muskel auf Grund der veränderten Muskelspannung. Wiederum die Folge: Erhöhter Energieverbrauch und verringerte Leistungsfähigkeit beim Laufen.

Dieser Prozess wird als "muscle tuning" bezeichnet. 

Die nachfolgenden Abbildungen verdeutlichen diesen Zusammenhang zwischen Eigen-und Fremdfrequenz anhand eines Beispiels.

Abbildung 1 zeigt die Frequenzen von Muskel und Laufschuh A. Wie man sehen kann liegen die beiden Frequenz eng zusammen:

Abbildung 1: Eigenfrequenz vom Muskel und Fremdfrequenz von Laufschuh A liegen eng beisammen.

Die Folge: Der Muskel ändert seine Eigenfrequenz (siehe Abbildung 2), der Energieverbrauch steigt, der Laufschuh fühlt sich nicht komfortabel an.

Abbildung 2: Der Muskel ändert seine Eigenfrequenz.

Laufschuh 2 hingegen hat eine Frequenz die ganz weit von der Eigenfrequenz des Muskels entfernt liegt. Der Muskel muss seine Eigenfrequenz nicht ändern, der Laufschuh fühlt sich komfortabel an und man läuft effizienter.

Abbildung 3: Die Frequenzen von Schuh und Muskel liegen weit auseinander.

Siehst Du, so leicht ist es. Deshalb solltest Du auf jeden Fall den Laufschuh im Laden ausgiebig testen und weder auf Preis noch auf Modell achten, sondern einfach darauf ob sich der Schuh bequem anfühlt. Denn: Wenn sich Deine Muskelspannung ändert wird sich das einfach "unangenehm" anfühlen, dann weisst Du dass der Laufschuh nicht richtig passt. 

Hast Du noch Fragen zum Thema? Dann stelle sie uns in den Kommentaren, wir kommen gerne auf Dich zurück!

About the author 

Christian Haslbeck

Christian ist Sportwissenschaftler und Gründer unter anderem von h+ training und TeamFitness30. Seine Spezialgebiete sind das Athletiktraining bei ambitionierten Sportlern sowie die Trainingstherapie, besonders bei Personen mit Verletzungen oder chronischen Problemen wie Knie-und Rückenschmerzen.

You may also like

Der ultimative Guide zum Körpergewichtstraining

Machst Du diesen 5 Fehler beim Kalorienzählen?

Die EINE Grundregel um wirklich abzunehmen

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Abonniere jetzt meinen Newsletter!